Das Senhouse Museum in Maryport
In Maryport haben sich nicht nur die Reste eines wichtigen römischen Kastells erhalten. Das Museum besitzt sowohl die größte Sammlung militärischer römischer Weihesteine in Großbritannien als auch einzigartige Beispiele religiöser Skulptur aus dem römischen Britannien.
Die Sammlung, die durch die Familie Senhouse ab 1570 gegründet worden war, ist die älteste des Landes. Sie ist zusammen mit anderen Funden aus dem Kastell im “Senhouse Roman Museum“ untergebracht, das in unmittelbarer Nachbarschaft des Kastells liegt.
Bei geophysikalischen Untersuchungen in den Feldern nördlich des Kastells wurde eine umfangreiche römische Zivilsiedlung (vicus) nachgewiesen. Maryport lässt sich deshalb sehr gut mit dem Kastell Ruffenhofen am raetischen Limes vergleichen. Dort wurden durch Magnetometer- und Bodenwiderstandsmessungen über 70 ha bebautes Gebiet erfasst. Diese Untersuchungen ermöglichten ein vollständiges Bild eines Kastells mit seiner Zivilsiedlung.
Geophysikalische Vermessung
Die untere Kartenabbildung zeigt das Ergebnis der geophysikalischen Vermessung des Kastells, die zwischen 2000 und 2004 erfolgte. Das Kastell selbst liegt in der unteren linken Bildecke, die Zivilsiedlung unmittelbar nordöstlich davon. Die Grundmauern der Gebäude zeichnen sich als graue Linien ab. Gräben, Gruben und andere Vertiefungen erscheinen schwarz.
Die Straße vor dem Nordost-Tor ist deutlich als schwarze Linie erkennbar. Beidseitig der Straße liegen Gebäude der Zivilsiedlung.
Das Museum selbst in der unteren linken Bildecke ist rot markiert.
Beschreibung des Kastells:
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2. Möglicher Zwischenturm der Südwest-Mauer 3. Nordost-Tor 4. Gebäude beim Nordost-Tor außerhalb des Kastells 5. Brunnen im Innenhof 6. aerarium (Tresorraum für die Truppenkasse)? 7. Badegebäude |
9. Baracken 10-13. Gebäude der Zivilsiedlung 14. Tempelgebäude? 15. Im Jahre 1870 entdeckte Grube mit 17 Altären 16. Friedhof |
Kastell Senhouse, Magnetogramm


